Wolfgang Sieber (1954*)

entstammt einer Musikerfamilie aus Lichtensteig, nahe dem „Geburtsort” von über hundert Toggenburger Hausorgeln, und ist seit seinem vierzehnten Lebensjahr ständiger Organist. Nach seiner Patentierung als Primarlehrer verdankt Wolfgang Sieber seine Ausbildung in Klavier, Orgel und Kirchenmusik seinen Eltern, u.a. Christa Romer, Johannes Fuchs und Roland Bruggmann in St. Gallen, Hans Vollenweider in Zürich, Jirí Reinberger in Prag, Gaston Litaize und Jean Langlais in Paris und Franz Lehrndorfer in München.

Siebers Schaffen umfasst klassische, ethnische, traditionell-volksmusikantische und Bereiche des Jazz und der Kleinkunst. Als Solist wie als Partner unterschiedlichster Gruppierungen musiziert er als Interpret, Arrangeur, Komponist und Improvisator. So entstanden CD-Produktionen mit Yang Jing, Lukas Christinat, Uwe Steinmetz oder Immanuel Richter, dem Ensemble Corund, Swiss Brass Consort, vielen Jodelformationen, der Guuggenmusig Wäsmali-Chatze usw.

Wolfgang Sieber ist pädagogisch und kompositorisch tätig, spielte Uraufführungswerke von Hakim, Rütti, Schüeli, Kleeb, David und Rechsteiner, wirkte als Musiker mit den Flying Bach Berlin wie Osy Zimmermann. Unter dem Label "Die Orgel und der Wein" tourte Wolfgang Sieber in 5-Tage-Reisen durch das Südtirol, Wallis, durch Spanien und im Herbst 2015 durch das Burgund, um jeweils ein Dutzend authentische Orgeln zu bespielen. Als Förderer Junger Musiker organisiert der seit 1992 tätige Stiftsorganist an der Luzerner Hofkirche Komponistenbegegnungen und Promotionsveranstaltungen mit Stil- und Besetzungskontrasten zwischen Gregorianik und Funk, Meditation und Rap.

Als Kirchenmusiker steht ihm neben der historisch restaurierten Walpen-Orgel die 350 jährige Große Orgel, das stilistisch vielfältigste Instrument der Schweiz, zur Verfügung, deren 1972 stillgelegten Pfeifenbestände (1648/1862) dank Siebers Initiative teilweise wieder in die „Orgellandschaft der Hofkirche” rückgeführt werden. Dieses Echowerk wird im November 2015 in einem einwöchigen Orgelfestival mit Schülerveranstaltungen, liturgischen Feiern, Orgelgewittern und Abendkonzerten der Öffentlichkeit übergeben.

Im November 2009 wurde er mit dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern, 2014 mit dem «Goldenen Violinschlüssel» ausgezeichnet und 2016 mit dem Förderpreis der St. Gallischen Kulturstiftung mit dem Verein Windbläss. Er lebt mit seiner Familie in Luzern.

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Mai 2016

Am 18. Oktober 2014 wurde Wolfgang Sieber in der Hofkirche Luezern der bedeutenste Preis der schweizer Volksmusik, der Goldene Violinschlüssel, verliehen.

Bilder zum Anlass der feierlichen Übergabe des Goldenen Violinschlüssels mit:

- Nadja Räss, Jodelgesang

- Willis Wyberkapelle (Andrea Ulrich, Gaby Näf, Martina Rohrer, Willi Valotti)

- Arlette Wismer, Nachwuchsjodlerin

- Äschlismatter Jodlerterzett (Annalies Studer-Stadelmann, Bernadette Roos-Stadelmann, Franz-Markus Stadelmann)

- Heinz della Torre, Trompeten, Stockbüchel und Hälmi

- Obwaldner Alp- & Horngruppe (Leitung: Lukas Christinat)

- Jodlerchörli Geuensee (Leitung: Marie-Theres von Gunten, Trägerin "Goldener Violinschlüssel 2007)

- Jodlersextett TV Alte Sektion Zürich (Leitung: Ruedi Renggli)

- Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester (Leitung: Josef Sieber)

Alle Fotos: Thomas Lang

Die Laudation von Markus Meier an der feierlichen Übergabe des Goldenen Violinschlüssels 2014.

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Das Pfarreiblatt der Stadt Luzern vom 1. Oktober 2014 widmet Wolfgang Sieber einen Artikel zur Auszeichnung mit dem Goldenen Violinschlüssel.

Pfarreiblatt Stadt Luzern 19_2014.pdf Pfarreiblatt Stadt Luzern 19_2014.pdf
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Der Kulturpreis der Stadt Luzern 2009 geht an Wolfgang Sieber
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Die Laudatio dazu von Peter Hagmann als pdf
Peter Hagmann Laudatio.pdf Peter Hagmann Laudatio.pdf
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Wolfgang Sieber trat mit den Break-Dancern "Flying Bach" im KKL auf. Hier der Bericht der Tagesschau.
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