Die Grosse Hoforgel (1648-2001)

Die Grosse Hoforgel, 1648 von Johann Geisler erbaut und 1862 von Friedrich Haas erweitert, wurde 1972-1977 durch Orgelbau Kuhn umgebaut, restauriert und vergrössert.

Im Orgelprospekt von 1648 steht die grösste (9,7 Meter) und schwerste (383 kg) Orgelpfeife der Welt aus ihrer Zeit. Das Gesamtgewicht der Orgel (ohne Fernwerk) beträgt etwa 20 Tonnen.

Die 5949 Pfeifen verteilen sich auf 84 Register (Klangfarben) und sind auf Schleifladen (Fernwerk: Kegelladen) in fünf Manualwerke und das Pedal gegliedert.

Im Fernwerk integriert steht die weltweit einzige, bekannte Regenmaschine (Blech-Holztrommel mit Metallkugeln), 1862 durch Friedrich Haas erbaut, original erhalten. In der heutigen Hoforgel wurden 19 Register aus dem Bestand Johann Geisler (Orgelmacher aus Salzburg 1648) verwendet; 36 Register sind aus dem Bestand Friedrich Haas 1862, Orgelbauer aus Kleinlaufenburg-Basel, später Luzern: damit sind 2/3 der Register aus historischen Beständen.

Das Hauptgehäuse und die Schnitzereien aus Eiche stammen von Niklaus Geisler Luzern (1648). Das Gehäuse des Rückpositives wurde 1977 rekonstruiert.

Die drei, von Friedrich Haas 1862 erbauten, durchschlagenden Zungenregister wurden im Jahre 2001 restauriert und in die Tonhalle (Fernwerk) eingebaut. Es handelt sich dabei um romantische Klangfarben, die dem Harmonium oder der Handorgel ähnlich sind. Die kunsthandwerkliche Güte dieses Pfeifenmaterials wird als einzigartig eingestuft; eine Kopie der durchschlagenden Zunge in der Thalwiler Haas-Orgel basiert auf dem Original der Luzerner Hoforgel.

Disposition der Grossen Hoforgel

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Galerie der Grossen Hoforgel (auf das erste Bild klicken und die Galerie öffnet sich)

   Hans Geisler, Erbauer der Grossen Hoforgel

     Friedrich Haas, erweiterte die Grosse Hoforgel 1862