17. Juli bis 18. September 2018


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Nachschau zu vergangenen Orgelsommern      

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Sogar die Kühe tanzen Bossa nova

Die ganze Welt war dabei beim Eröffnungskonzert des Orgelsommers in der Hofkirche Luzern: Wolfgang Sieber feierte mit eigener Weltmusik sein Dienstjubiläum und alle Möglichkeiten der Hoforgel-Maschinerie.

Luzerner Zeitung, 20. Juli 2017

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Der Orgelsommer in der Hofkirche endete mit eindrucksvollen Psalmen, gewaltigem Donner und sanften Bläserharmonien.

Luzerner Zeitung 1. September 2017

«Du fragsch, was i möcht singe» von Hansruedi Willisegger war die Zugabe im Abschlusskonzert des diesjährigen Orgelsommers am Dienstag in der nahezu ausverkauften Hofkirche. Und gleichzeitig ein stimmungsvoller Hinweis auf die erste Luzerner Chornacht am kommenden Samstag (siehe Ausgabe vom Dienstag). Denn auch da werden die Luzerner Sängerknaben und der Luzerner Mädchenchor beteiligt sein und nochmals die «Chichester Psalms» mit hebräischen Texten aus sechs Psalmen von Leonard Bernstein in der Matthäuskirche aufführen. Eberhard Rex hatte die jungen Sängerinnen und Sänger sorgfältig auf das anspruchsvolle Werk, das musikalisch als besonders schwierig gilt, vorbereitet.

Von der Orgelempore aus schwangen sich die klaren Stimmen über Orgel, Harfe (Lea Schaffner) und das präzise Schlagwerk von Marius Fischer. Rhythmisch genau, intonationssicher bis in scharfe Dissonanzen, machten sie dieses Werk mitten im Konzert zu einem Höhepunkt. Sie trafen den Wechsel zwischen schnellen, fast tänzerisch wirkenden Abschnitten und weihevoller Ruhe eindrucksvoll. Im zweiten Satz berührte der solistische Knabensopran zu Harfe und Orgel, bevor Schlagzeug und die tiefen Stimmen heftig hinein- brachen. Am Ende des dritten Satzes schwebten die Stimmen leise verklingend im Raum.

Zu Beginn spielte das junge Bläseroktett Luzern im Altarraum die Ouvertüre zu Mozarts «Zauberflöte»; Ausschnitte aus der Oper intonierte Wolfgang Sieber auf der Orgel (herrlich das sehr helle Flötenregister), und Solisten der Sängerknaben sangen «Bald prangt den Morgen zu verkünden» sicher und gut verständlich, ebenso überzeugte ein Mädchensopran als Pamina.

Die Bläser gestalteten dann die Serenade KV 388 von Mozart gut aufeinander eingestimmt und mit dynamischer Bandbreite, bevor von der Orgel erste dumpfe Klänge ein wahres Gewitter ankündigten. Sieber hatte «Donner-Sturm» aus der 6. Sinfonie von Beethoven für Orgel arrangiert und zeigte nun, welche Möglichkeiten die Hofkirchen­orgel hat. Da brach das Gewitter mit der Sturmmaschine und tief dröhnenden Bässen machtvoll los, Sturm, Platzregen, Donnergrollen fast zum Fürchten. Und grell zuckten die Blitze mit ungeheurer Kraft, man konnte fast «sehen», wie sie explodierten.

Für drei geistliche Lieder nach Texten von Sybille Frisch, vertont vom anwesenden Hansruedi Willisegger und von Wolfgang Sieber, kamen die Chöre nach vorne (auch eine Leistung, wie sie fast lautlos von der Orgelempore herunterstiegen), während Sieber leise auf der Orgel improvisierte. Bläser, Chöre und Orgel harmonierten stimmungsvoll in den Liedern, nach «Brot gabst du uns» und «Zeit» endete das Konzert mit «Am Abend». Erst war absolute Stille, dann gab es so lange Applaus, bis sich der Kreis schloss: «Du fragsch, was i möcht singe».

Gerda Neunhöffer

kultur@luzernerzeitung.ch

Die Neue Luzerner Zeitung widmete am 6. August 2015 den Orgelgewittern, die während des Orgelsommers stattfanden, einen eigenen Artikel.

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Am Orgelsommer-Konzert zum Nationalfeiertag2015 begrüsste Franz Koller, Theologe der Pfarrei St. Leodegar die Besucher in seinem originalen Appenzeller Dialekt.

Dieser Text wird hier ohne Übersetzung wiedergegeben. Zum Download nebenan:

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Liebi Fründinne und Fründe vo de Volksmusig

es ischt mee e bsonderi Ehr

eu am hütige Obed, i dem Konzert zom Nationalfiirtig

s’Grusswoot vo de Pfarrei St. Leodegar z’öbebringe.

Sönd wöllkomm!

Es ischt me gsät woode,

i tö hüt esoo schwätze wienis glehned hei.

Etz hoffi e ghörits geen ond vestönds au.

Woni sletscht mol do inne eso gschwätzt ha,

a de Faschnet vome Jooh…

isch grad uscho,

dass de Wolfgang Sieber de goldig Violinschlössel öbechäm

ond i ha die freudig Nochricht

de Lüüt brüewaam döre vezölle.

Ase neu isch es jetz nome, me wäs es scho e wiili,

dass sin Nochfolger de Hermann Studer isch.

Vo öbe drissg Joo, het ee mii scho tüüf berüeht mit em Alphorn uf em Chöchleplatz z’Aeschlismatt.

Vo ihm, vom Wolfgang Sieber ond vo de Marie-Theres vo Gunte,

ane witere Trägerin vom goldige Violinschlössel

ghörid me hüt Werk, wo seu komponiet hed.

Die dreu sönd jo gaaz veschiedeni Charaktere,

abe nebes isch bi allne glich…

Sii ond viel anderi Jodlerinne und Musikante spielid ond singid au all wiede i Gottesdienst.

Sie hend es gspür devö, dass Musig Himmel ond Ede cha zeme bringe.

Passend het Marie-Theres vo Gunte als Leitgedanke uf ihrer Homepage de Satz vom indische Dichter ond Philosoph Tagore:

„Gott achtet mich, wenn ich arbeite,

aber er liebt mich, wenn ich singe“

I de Musig chöme ösen Globe efahre,

me gspüet denn zmol nebes vo dem grosse „Deheem see“ wo mee doch alli suechid.


D’Volksmusiker hend drom intuitiv genau s‘richtig Symbol gwählt

fö ihri Uszeichnige.

De Violinschlössel…

Fö mi het dee alls drön, wa göttlichi Musig usmacht.

E fangt i de Metti bim Heez aa,

goht öbe d’Gfühl vom Buuch…

denn i d’Höchi, wiit öber ös usi…

ond z’letscht tüüf i d’Eede zo ösne Woozle.

En goldige Violinschlössel fö alli….

Drom passed Volksmusig so guet,

wenn me hüüt d’Heemet fiirid

ond drom passts, dass mee das i dere Chölche tüend

ond do de Jodel, die schöne Kläng ond die tanzend Fahne gnüssid.

Di volli Chölche zäged mee hüt,

dass eu die Musig berüeht ond Hemet get.

Ond dass da eso ischt..

het woschiinlich bi eu allne e Gschicht vo prägende,

mengmol unverhofft berüehrende Moment.

I fö mii.. vegess nie, wieni als chline Bueb

jewils im Somme geg de AlpSiegel glost ha,

wo min Götti de Betruf gsunge het.

Das isch me z’Heeze gange.

Nie vergess i au de Moment woni 1984 a de Isetzig vom Benno Graf als Pfarrer in Schüpfheim s‘erscht mol de Trachtechor mit de Vreni Allessandri ghört ha. Do isch es mee chalt de Rogge aab.

So hend me alli e Gschicht vo so unvergessliche Moment wo ös guet tue hend. Drom hend me doch au d’Iladig zo dem hochkarätige Alass geen agnoo!

Ond so wöösch ii eu allne wiite e schöns Konzert mit tüüf berührende Moment!

Danke ond viel Vergnüege!“

Am Dienstag, 16. September 2014 ging der Orgelsommer 2014 "Organistenpaare an der Orgel" mit dem Schlusskonzert erfolgreich zu Ende.

Mitwirkende:
Wolfgang Sieber: Ethnic Suite I und II
Cappella der Hofkirche, Il Dolcimelo, Astrid Ender, Leitung Ludwig Wicki: Chorwerke des 16. Jahrhunderts
Zum Schlusskonzert des Orgelsommers 2013
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