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Nachschau zu vergangenen Orgelsommern      
Orgelsommer 2018
Der Orgelsommer ging Rundum-Sound von Brass und Orgel zu Ende

Mit Wagner, Bach, Rameau, Saint-Saëns und Sieber endet der Orgelsommer in der Hofkirche rauschhaft und mit Klängen wie aus anderen Sphären.

Gerda Neunhoeffer, Luzerner Zeitung, 19.9.2018

«Sirius Brass» – drei Trompeten, zwei Posaunen und eine Tuba – das klingt nach World Band Festival. In diesem Fall ist es aber nicht etwa ein vorgezogenes Konzert des am Samstag startenden Festivals, sondern das Abschlusskonzert des Orgelsommers in der Hofkirche Luzern. Und zu den Bläsern gesellt sich Hoforganist Wolfgang Sieber an der Hoforgel. Oder gesellen sich die Bläser zur Orgel? Das lässt sich am Dienstagabend nicht wirklich feststellen, denn Bläser und Orgel vermischen sich kongenial, bieten Rundum-Sound vom Feinsten und überraschen mit ungewöhnlichen Arrangements bekannter Kompositionen.

Kraftvoll schmettern die Trompeten von der Orgelempore aus das Vorspiel (3. Akt) aus ­Richard Wagners «Lohengrin» in den Raum, markant setzen die Posaunen ein. Den «Chor der ­älteren Pilger» aus Wagners «Tannhäuser» zeichnen Posaunen und Tuba mit weichdunklem, ausdrucksvollem «Gesang», und wie Sieber dann die absteigenden Geigenfiguren glitzernd hineinwebt, das gibt ganz neuen Sound. Zwischen diesen beiden «Wagner-Ohrwürmern» erklingen Kompositionen von Johann Sebastian Bach. Und wenn die berühmte «Air» so gespielt wird wie von Sieber, mit dumpfer ­Pedalbegleitung im tiefsten ­Register, mit wellenartigem Auf-und Abschwellen der Melodie, dann ist auch das neu.


Orgel und Bläser verbinden sich

In rauschhaftem Tempo interpretiert er die Sinfonia aus der Kantate «Wir danken dir Gott, wir danken dir». Die Trompeter Heinz Saurer, Greg Flynn und ­Patrick Ottiger gestalten «Wir ­eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten» aus Bachs Kantate Nr. 78 so leicht und tänzerisch, dass es zu swingen beginnt.

Dann begeben sich die Bläser nach unten und spielen mit vollem Sound Stücke aus Jean-Philippe Rameaus «Les Indes Galantes». Die Posaunisten Adrian ­Weber und Mischa Meyer, sowie Cyrill Schaub, Tuba, variieren ihre Töne ebenso vielfältig wie die Trompeter, und in Händels «Lascia ch’io pianga» strömt ihr Klang absolut einheitlich. Dann lässt Sieber allerlei Hühner in ­Rameaus «La Poule» auf der ­Orgel «gackern», und in seiner eigenen Komposition «White Hall» verbindet er Themen aus bekannten Sinfonien. Ständig geistert die orientalische Melodie aus Camille Saint-Saëns’ «Danse Bacchanale» durch Siebers Stück.

Dann aber der Höhepunkt: Über die Weite des Raums verbinden sich Orgel und Bläser zum Finale aus der Orgelsymphonie von Saint-Saëns. Und wie sich da die Klänge vereinen, dennoch wie aus anderen Sphären verhallen und wiederkehren, wie man sich von Tönen eingehüllt fühlt, die aus allen Winkeln zu kommen scheinen, das ist phänomenal.

Der Organist als Schöpfer und Interpret zugleich

Zum zweiten Mal stürmen «Originale» aus der halben Welt die Orgel in der Hofkirche, Luzern.

Zur Eröffnung zieht der Luzerner Wolfgang Sieber einen Bogen von Bach bis Patent Ochsner.

Roman Kühne

Luzerner Zeitung, 18. Juli 2018

Orgelsommer Luzern 2018:
Open-Air- Feeling in der Kirche

Entdeckungsreise mit dem englischen Organisten Christopher Herrick: Der erste internationale Gast am Orgelsommer löste das Motto «Originale» auf überraschende Weise ein.

Urs Mattenberger

Luzerner Zeitung, 24. Juli 2018

Nationale Klänge integrierten auch fremde Einflüsse

Der Orgelsommer bedient mit dem volkstümlichen Konzert zum Nationalfeiertag scheinbar nationale Klischees. Aber er vereinte Schweizer und Fremde über Grenzen hinweg zu einer Weltmeister-Hymne.

Urs Mattenberger

Luzerner Zeitung, 1. August 2018

Orgelsommer 2017:
Sogar die Kühe tanzen Bossa nova

Die ganze Welt war dabei beim Eröffnungskonzert des Orgelsommers in der Hofkirche Luzern: Wolfgang Sieber feierte mit eigener Weltmusik sein Dienstjubiläum und alle Möglichkeiten der Hoforgel-Maschinerie.

Luzerner Zeitung, 20. Juli 2017

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Der Orgelsommer in der Hofkirche endete mit eindrucksvollen Psalmen, gewaltigem Donner und sanften Bläserharmonien.

Luzerner Zeitung 1. September 2017

«Du fragsch, was i möcht singe» von Hansruedi Willisegger war die Zugabe im Abschlusskonzert des diesjährigen Orgelsommers am Dienstag in der nahezu ausverkauften Hofkirche. Und gleichzeitig ein stimmungsvoller Hinweis auf die erste Luzerner Chornacht am kommenden Samstag (siehe Ausgabe vom Dienstag). Denn auch da werden die Luzerner Sängerknaben und der Luzerner Mädchenchor beteiligt sein und nochmals die «Chichester Psalms» mit hebräischen Texten aus sechs Psalmen von Leonard Bernstein in der Matthäuskirche aufführen. Eberhard Rex hatte die jungen Sängerinnen und Sänger sorgfältig auf das anspruchsvolle Werk, das musikalisch als besonders schwierig gilt, vorbereitet.

Von der Orgelempore aus schwangen sich die klaren Stimmen über Orgel, Harfe (Lea Schaffner) und das präzise Schlagwerk von Marius Fischer. Rhythmisch genau, intonationssicher bis in scharfe Dissonanzen, machten sie dieses Werk mitten im Konzert zu einem Höhepunkt. Sie trafen den Wechsel zwischen schnellen, fast tänzerisch wirkenden Abschnitten und weihevoller Ruhe eindrucksvoll. Im zweiten Satz berührte der solistische Knabensopran zu Harfe und Orgel, bevor Schlagzeug und die tiefen Stimmen heftig hinein- brachen. Am Ende des dritten Satzes schwebten die Stimmen leise verklingend im Raum.

Zu Beginn spielte das junge Bläseroktett Luzern im Altarraum die Ouvertüre zu Mozarts «Zauberflöte»; Ausschnitte aus der Oper intonierte Wolfgang Sieber auf der Orgel (herrlich das sehr helle Flötenregister), und Solisten der Sängerknaben sangen «Bald prangt den Morgen zu verkünden» sicher und gut verständlich, ebenso überzeugte ein Mädchensopran als Pamina.

Die Bläser gestalteten dann die Serenade KV 388 von Mozart gut aufeinander eingestimmt und mit dynamischer Bandbreite, bevor von der Orgel erste dumpfe Klänge ein wahres Gewitter ankündigten. Sieber hatte «Donner-Sturm» aus der 6. Sinfonie von Beethoven für Orgel arrangiert und zeigte nun, welche Möglichkeiten die Hofkirchen­orgel hat. Da brach das Gewitter mit der Sturmmaschine und tief dröhnenden Bässen machtvoll los, Sturm, Platzregen, Donnergrollen fast zum Fürchten. Und grell zuckten die Blitze mit ungeheurer Kraft, man konnte fast «sehen», wie sie explodierten.

Für drei geistliche Lieder nach Texten von Sybille Frisch, vertont vom anwesenden Hansruedi Willisegger und von Wolfgang Sieber, kamen die Chöre nach vorne (auch eine Leistung, wie sie fast lautlos von der Orgelempore herunterstiegen), während Sieber leise auf der Orgel improvisierte. Bläser, Chöre und Orgel harmonierten stimmungsvoll in den Liedern, nach «Brot gabst du uns» und «Zeit» endete das Konzert mit «Am Abend». Erst war absolute Stille, dann gab es so lange Applaus, bis sich der Kreis schloss: «Du fragsch, was i möcht singe».

Gerda Neunhöffer

kultur@luzernerzeitung.ch

Orgelsommer 2015:

Die Neue Luzerner Zeitung widmete am 6. August 2015 den Orgelgewittern, die während des Orgelsommers stattfanden, einen eigenen Artikel.

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Am Orgelsommer-Konzert zum Nationalfeiertag 2015 begrüsste Franz Koller, Theologe der Pfarrei St. Leodegar die Besucher in seinem originalen Appenzeller Dialekt.

Dieser Text wird hier ohne Übersetzung wiedergegeben. Zum Download nebenan:

Grusswort Franz Koller 31. Juli 2015.pdf Grusswort Franz Koller 31. Juli 2015.pdf
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Liebi Fründinne und Fründe vo de Volksmusig

es ischt mee e bsonderi Ehr

eu am hütige Obed, i dem Konzert zom Nationalfiirtig

s’Grusswoot vo de Pfarrei St. Leodegar z’öbebringe.

Sönd wöllkomm!

Es ischt me gsät woode,

i tö hüt esoo schwätze wienis glehned hei.

Etz hoffi e ghörits geen ond vestönds au.

Woni sletscht mol do inne eso gschwätzt ha,

a de Faschnet vome Jooh…

isch grad uscho,

dass de Wolfgang Sieber de goldig Violinschlössel öbechäm

ond i ha die freudig Nochricht

de Lüüt brüewaam döre vezölle.

Ase neu isch es jetz nome, me wäs es scho e wiili,

dass sin Nochfolger de Hermann Studer isch.

Vo öbe drissg Joo, het ee mii scho tüüf berüeht mit em Alphorn uf em Chöchleplatz z’Aeschlismatt.

Vo ihm, vom Wolfgang Sieber ond vo de Marie-Theres vo Gunte,

ane witere Trägerin vom goldige Violinschlössel

ghörid me hüt Werk, wo seu komponiet hed.

Die dreu sönd jo gaaz veschiedeni Charaktere,

abe nebes isch bi allne glich…

Sii ond viel anderi Jodlerinne und Musikante spielid ond singid au all wiede i Gottesdienst.

Sie hend es gspür devö, dass Musig Himmel ond Ede cha zeme bringe.

Passend het Marie-Theres vo Gunte als Leitgedanke uf ihrer Homepage de Satz vom indische Dichter ond Philosoph Tagore:

„Gott achtet mich, wenn ich arbeite,

aber er liebt mich, wenn ich singe“

I de Musig chöme ösen Globe efahre,

me gspüet denn zmol nebes vo dem grosse „Deheem see“ wo mee doch alli suechid.


D’Volksmusiker hend drom intuitiv genau s‘richtig Symbol gwählt

fö ihri Uszeichnige.

De Violinschlössel…

Fö mi het dee alls drön, wa göttlichi Musig usmacht.

E fangt i de Metti bim Heez aa,

goht öbe d’Gfühl vom Buuch…

denn i d’Höchi, wiit öber ös usi…

ond z’letscht tüüf i d’Eede zo ösne Woozle.

En goldige Violinschlössel fö alli….

Drom passed Volksmusig so guet,

wenn me hüüt d’Heemet fiirid

ond drom passts, dass mee das i dere Chölche tüend

ond do de Jodel, die schöne Kläng ond die tanzend Fahne gnüssid.

Di volli Chölche zäged mee hüt,

dass eu die Musig berüeht ond Hemet get.

Ond dass da eso ischt..

het woschiinlich bi eu allne e Gschicht vo prägende,

mengmol unverhofft berüehrende Moment.

I fö mii.. vegess nie, wieni als chline Bueb

jewils im Somme geg de AlpSiegel glost ha,

wo min Götti de Betruf gsunge het.

Das isch me z’Heeze gange.

Nie vergess i au de Moment woni 1984 a de Isetzig vom Benno Graf als Pfarrer in Schüpfheim s‘erscht mol de Trachtechor mit de Vreni Allessandri ghört ha. Do isch es mee chalt de Rogge aab.

So hend me alli e Gschicht vo so unvergessliche Moment wo ös guet tue hend. Drom hend me doch au d’Iladig zo dem hochkarätige Alass geen agnoo!

Ond so wöösch ii eu allne wiite e schöns Konzert mit tüüf berührende Moment!

Danke ond viel Vergnüege!“

Am Dienstag, 16. September 2014 ging der Orgelsommer 2014 "Organistenpaare an der Orgel" mit dem Schlusskonzert erfolgreich zu Ende.

Mitwirkende:
Wolfgang Sieber: Ethnic Suite I und II
Cappella der Hofkirche, Il Dolcimelo, Astrid Ender, Leitung Ludwig Wicki: Chorwerke des 16. Jahrhunderts
Zum Schlusskonzert des Orgelsommers 2013
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